Diskussionen und Neuigkeiten
AtomMüllEndlager Asse: Werte von Cäsium-137 und Kobalt-60 stark erhöht
Die Cäsium-Freigrenze wurde sogar um das 24-Fache überschritten!
Strahlenschützer rätseln, warum die Verseuchung im Atomlager plötzlich zunimmt.
Salzgitter, 15.4.2011. Aus dem einsturzgefährdeten Atomendlager Asse in Remlingen gibt es eine neue Hiobsbotschaft. In 750 Meter Tiefe hat sich vor den Kammern mit dem dort eingelagerten schwach aktiven Müll die radioaktive Verseuchung mit Cäsium-137 stark erhöht. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber in Salzgitter mitteilte, wurden vor der Kammer 12 im Bereich des sogenannten Laugensumpfes rund 240.000 Becquerel Cäsium pro Liter festgestellt, mehr als das Zweieinhalbfache der bisherigen Messungen. Die Freigrenze wurde damit sogar um das 24-Fache überschritten. Das sei der bislang höchste Wert von Cäsium-137 in einer Lösungsprobe, der in der Asse nach dem Ende der Einlagerung im Jahr 1978 gemessen wurde.
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Atomkraft schnell ersetzbar ?
Die Bundesregierung hat beschlossen, die sieben ältesten AKWs zumindest vorübergehend abzuschalten. Auswirkungen auf die Stromversorgung sind dadurch nicht zu erwarten. Wir Grünen fordern, diese sieben sowie den Pannenreaktor in Krümmel sofort und endgültig stillzulegen, die Laufzeitverlängerung zurückzunehmen und den Atomausstieg zu beschleunigen.
Ist das möglich? Wie schnell könnten die AKWs auslaufen, und wie viele AKWs könnten sofort vom Netz gehen, ohne die Stromversorgung zu gefährden und ohne Deutschland zum Stromimportland zu machen.
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Präsident des Umweltbundesamtes Flasbarth: Stopp für AKW bis 2017
Der Strombedarf in Deutschland könnte technisch schon in sechs Jahren über regenerative Energiequellen gedeckt werden. Das sagte Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, auf NDR Info.
Autor/in: Kirsten Kahler | Sendedatum: 29.03.2011 06:49 Uhr
Erdverkabelung vorantreiben
Zur Vorstellung der Dena-Studie zum Ausbau der Stromnetze in Deutschland erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Photovoltaik - brandgefährlich oder zukunftsweisend
Es geht um die Horrorvorstellung eines jeden Hausbesitzers. Es brennt, die Feuerwehr versucht aber nicht zu löschen, sondern lässt das Gebäude „kontrolliert“ abbrennen. Der lapidare Grund: Durch die auf das Dach installierte Photovoltaikanlage besteht die Gefahr eines gefährlichen Stromschlages für die Feuerwehrleute. Mit diesen und ähnlichen Meldungen wird häufig Stimmung gegen die Sonnenenergie gemacht und sowohl Hausbewohner als auch Feuerwehreinsatzkräfte verunsichert.
