Kahlschlag im Isarmündungsgebiet bis Staatshaufen

"gut gesicherter" Treibstoff !   Kahlschlag
 
auch wertvolle Erlen fallen dem Kahlschlag zum Opfer im Hintergrund die BAB-Brücke Bilder: © Josef Rosner zum Vergrößern ins Bild klicken

Kahlschlag in der Isarmündung: Im Rahmen von bereits stattfindenden forstlichen Maßnahmen kann man sich ein Bild machen, wie es in einigen Wochen auf großer Fläche zwischen Isarmündung und Staatshaufen aussehen wird. Eine kleine Gruppe machte sich heute Morgen auf den Weg in das Isarmündungsgebiet. Fassungslosigkeit bis hin zum Entsetzen - darf das denn sein und andere Fragen wurden aufgeworfen.

Anhand des Planes konnten wir resümieren, dass die momentan mit Kahlschlag einschließlich Wurzelstöcken gerodete Fläche gerade einmal ein Bruchteil dessen ist, was noch folgen wird. So notwendig ausreichender Hochwasserschutz auch ist, aber wie hier die Natur zerstört wird ist unbegreiflich! Hätte man denn nicht alle 20-30 Meter eine größere Baumgruppe stehen lassen können ?

Außer drei Großbäumen und zwei ganz kleinen fiel die gesamte Vegetation dem Bagger zum Opfer, auch wertvolle Erlen liegen in den lieblos aufgeschichteten Haufen ...

Protestaktion unter dem Motto:

genehmigungsfreier Waldspaziergang zur Rettung der Isarau als Antwort auf geduldete Unterhaltungsmaßmen gegen den Kahlschlag in der Isarmündung im Zuge des Vorlandmanagements Ein BN-Gutachten von Prof. Dr. Bernhart (Karlsruhe) zeigt deutlich Verfahrensmängel in den Planungen der RMD Wasserstraßen GmbH auf und kommt zum Schluss, dass durch die Abholzung des Auwaldes nur eine marginale Verbesserung am Abfluss des Hochwassers erreicht werden kann.

Ein Kahlschlag ist KEINE Unterhaltungsmaßnahme !

Deshalb fordern die Waldspaziergänger:

  • Die Abholz- und Rodungsaktion soll sofort eingestellt werden
  • Die Erkenntnisse das Bernhart-Gutachtens müssen in die Planungen eingearbeitet werden, vor allem die Tatsache, dass der Maisanbau seit 2009 in den Vorländern verboten ist.
  • Der Auwald sollte durch gezielte Maßnahmen ökologisch verbessert werden
Höhlenbaum: Auch „Biotopbäume“ werden großteils entfernt. Am Höhlen-Eingang (rechts im Bild) kleben sogar noch ein paar Federn des Vogels (evtl. ein Kleiber), der sich die Höhle für das kommende Frühjahr wohl schon zur Jungenaufzucht ausgesucht hat oder sie in kalten Winternächten als Unterschlupf nutzte.
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